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Max Eberl kämpft um seine langfristige Zukunft beim FC Bayern München. Mit einem souveränen Auftritt im aktuellen Sportstudio des ZDF am vergangenen Samstag konnte der Sportvorstand intern wichtige Pluspunkte sammeln. Die finale Entscheidung über seine Vertragsverlängerung beim deutschen Rekordmeister steht jedoch noch aus.

Ein kommunikatives Meisterstück an der Säbener Straße

Die interne Beobachtung des 52-Jährigen ist derzeit intensiv. Nach dem fulminanten 4:3-Auswärtssieg des FC Bayern beim FSV Mainz 05 stellte sich Eberl den Fragen im Fernsehen und traf dabei offenbar genau den richtigen Ton. Laut Informationen von Sport1 wird sein Auftritt vereinsintern als kommunikatives Meisterstück bewertet. Die gelungene Mischung aus selbstbewusster Eigenwerbung und der nötigen Bescheidenheit soll selbst jene Kritiker beeindruckt haben, von denen es im Münchner Umfeld weiterhin einige geben soll.

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Schwieriger Start und der Wunsch nach Rückendeckung

Dass der Sportvorstand überhaupt um sein Standing kämpfen muss, liegt vor allem an seinen ersten Monaten im Amt. Eberl blickte auf seinen Start im Frühjahr 2024 zurück und gab offen zu, von Beginn an unter dem Brennglas gestanden zu haben. Besonders die zähe und teils öffentlich geführte Trainersuche habe ihm schnell einen Stempel aufgedrückt. Rückblickend merkte der erfahrene Bundesliga-Funktionär an, dass er sich in dieser turbulenten Phase an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Schutz vom Verein gewünscht hätte.

Mittlerweile hat sich das sportliche Blatt gewendet, was dem Ex-Mönchengladbacher Rückenwind verleiht. Er betonte jedoch klar, dass er nicht der Typ sei, der als Everybody's Darling immer in der Sonne stehen wolle. Zudem räumte er ein, dass er die speziellen Begleiterscheinungen in München, insbesondere die starke mediale Begleitung und interne Ränkespiele, erst habe lernen müssen.

Die Bosse entscheiden Ende Mai

Trotz des jüngsten Lobes für sein Auftreten in der Öffentlichkeit ist die Zukunft des Sportvorstands nicht in Stein gemeißelt. Zwar läuft sein aktuelles Arbeitspapier noch bis zum Jahr 2027, doch über eine vorzeitige Bestätigung und Verlängerung entscheidet letztlich die Chefetage. Der einflussreiche Aufsichtsrat um die Vereinslegenden Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge wird Ende Mai zu seiner turnusmäßigen Sitzung zusammenkommen. Dort dürfte das endgültige Urteil fallen, ob Eberl den FC Bayern auch in den kommenden Jahren sportlich anführen wird.

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