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Der FC Bayern München streckt offenbar seine Fühler nach Josko Gvardiol von Manchester City aus. Erste Kontakte zum Defensivspezialisten sollen bereits geknüpft worden sein, um einen möglichen Wechsel an die Säbener Straße auszuloten. Während der kroatische Nationalspieler einem Transfer sehr offen gegenüberstehen soll, droht der Deal an den enormen finanziellen Forderungen des englischen Top-Klubs zu scheitern.

Matthäus bestätigt Kontakt zum ManCity-Star

Dass die Gerüchte um den Abwehrmann mehr als nur heiße Luft sind, untermauerte kürzlich Lothar Matthäus. Der Rekordnationalspieler bestätigte bei Sky das konkrete Interesse des deutschen Rekordmeisters. „Ich habe da einen Spieler im Auge und ich habe gehört, dass da schon vorgefühlt wird“, verriet der 65-Jährige. Besonders die Vielseitigkeit des Ex-Leipzigers macht ihn für die Münchner so attraktiv: Gvardiol kann sowohl als Linksverteidiger als auch im defensiven Zentrum auflaufen.

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Das englische Portal TEAMtalk berichtet ergänzend, dass der FC Bayern bereits direkt Kontakt zum Spielerlager aufgenommen hat, um dessen grundsätzliche Wechselbereitschaft zu erfragen. Ein Umstand, der den Münchnern massiv in die Karten spielen könnte: Laut Sport1 ist der Linksfuß seit Kindertagen ein großer Fan des FC Bayern und forciert angeblich selbst einen vorzeitigen Abschied von den Skyblues.

Verletzungspech und eine astronomische Preisvorstellung

Sportlich durchlebt der WM-Fahrer aktuell eine schwierige Phase. Obwohl er bei Manchester City grundsätzlich zum absoluten Stammpersonal zählt, zwingt ihn ein Schienbeinbruch seit Januar zum Zuschauen. Dadurch bringt es der Verteidiger in der laufenden Saison lediglich auf 17 Einsätze in der Premier League. Dies ändert jedoch nichts am gewaltigen Preisschild, das die Cityzens dem bis 2028 gebundenen Leistungsträger umgehängt haben.

Dem Vernehmen nach fordert der englische Tabellenzweite eine Ablösesumme im Bereich von 90 Millionen Euro – exakt jene Summe, die ManCity einst selbst an RB Leipzig überwiesen hatte, um den Kroaten auf die Insel zu lotsen. Ein Entgegenkommen ist kaum zu erwarten: Eine Freigabe für unter 75 Millionen Euro gilt als nahezu ausgeschlossen. Ob die Vereinsführung des FC Bayern bereit ist, für eine defensive Verstärkung derart tief in die Tasche zu greifen, ist stark anzuzweifeln.

Konkurrenzkampf in der Münchner Defensive

Zudem ist die generelle Notwendigkeit eines millionenschweren Defensiv-Transfers in München noch offen. Auf der linken Abwehrseite stehen mit Alphonso Davies und Hiroki Ito nominell starke Optionen bereit, wenngleich beide zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Im Abwehrzentrum sind laut aktuellen Berichten Jonathan Tah und Dayot Upamecano fest gesetzt. Minjae Kim fungiert als erste Alternative, wird jedoch bisweilen auch als möglicher Abschiedskandidat gehandelt. Sollte der Südkoreaner den Verein im Sommer verlassen, könnte dies womöglich den Weg für den Gvardiol-Coup freimachen.

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