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Leroy Sané und Ilkay Gündoğan feiern die türkische Meisterschaft. Galatasaray hat den Titel in der Süper Lig durch ein hart erkämpftes 4:2 gegen Antalyaspor vorzeitig verteidigt. Matchwinner war Stürmerstar Victor Osimhen, der die Partie in der Schlussphase mit einem Doppelpack zu Gunsten des Rekordchampions drehte.

Rückstand und Wende: Osimhen als Heilsbringer

Die 26. Meisterschaft des türkischen Traditionsklubs war ein echtes Stück Arbeit. Obwohl mit den deutschen Ex-Nationalspielern Leroy Sané und Ilkay Gündoğan sowie Ismail Jakobs geballte Erfahrung in der Startelf stand, taten sich die Hausherren schwer. Sané und Gündoğan blieben zur Halbzeit in der Kabine, als Außenseiter Antalyaspor durch einen Treffer von Soner Dikmen bereits mit 1:0 führte. Mario Lemina besorgte in der 56. Minute zwar den Ausgleich, doch Dikmen schlug prompt zurück und brachte die Gäste kurz darauf erneut in Front.

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Dann schlug die Stunde des wohl wertvollsten Spielers der Liga. Der nigerianische Top-Stürmer Victor Osimhen übernahm die Verantwortung und verwandelte in der 66. Minute einen Elfmeter zum erneuten Ausgleich. Kurz vor dem Abpfiff brachte der 75-Millionen-Euro-Mann das Stadion endgültig zum Beben, als er den 3:2-Führungstreffer markierte (88.). Den Schlusspunkt setzte der ehemalige Bundesligaprofi Kaan Ayhan weit in der Nachspielzeit mit seinem ersten Saisontor zum 4:2-Endstand.

Historischer Erfolg für Okan Buruk vor möglichem Umbruch

Durch den Heimsieg ist der Titelkampf in der Türkei offiziell entschieden. Verfolger und Stadtrivale Fenerbahce erledigte zwar seine Pflichtaufgabe bei Konyaspor souverän mit 3:0, liegt vor dem letzten Spieltag aber uneinholbare vier Punkte zurück. Für Galatasaray-Trainer Okan Buruk ist dieser Triumph ein historischer Moment: Er ist nach Vereinslegende Fatih Terim erst der zweite Coach, der vier Meisterschaften in Folge mit dem Team feiern darf.

Trotz der großen Freude über den erneuten Coup des mit knapp 345 Millionen Euro bewerteten Kaders könnten im Sommer tiefgreifende Veränderungen anstehen. Nach den intensiven und erfolgreichen letzten Jahren scheinen einige etablierte Leistungsträger überspielt, ein sportlicher Umbruch drängt sich allmählich auf. Vorerst regiert am Bosporus jedoch der kollektive Jubel über die vorzeitige Titelverteidigung.

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