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Aufatmen beim Hamburger SV: Rechtzeitig zum entscheidenden Saisonendspurt kehrt Kapitän Yussuf Poulsen auf den Trainingsplatz zurück. Nach einer wochenlangen Zwangspause aufgrund einer hartnäckigen Oberschenkelverletzung absolvierte der 31-jährige Angreifer am Dienstag erstmals wieder Einheiten mit der Mannschaft. Für den Aufsteiger, der aktuell um den Klassenerhalt zittert, könnte der Däne in den verbleibenden drei Partien noch zum wichtigen Faktor werden.

Fokus auf Kurzeinsätze: Der Plan für das Comeback

In den vergangenen sechs Spielen musste der HSV schmerzlich auf seinen Routinier verzichten – keine einzige dieser Begegnungen konnten die Rothosen für sich entscheiden. Nun soll die Rückkehr des Führungsspielers neue Kräfte freisetzen. Dabei verfolgt der Stürmer eine realistische Herangehensweise: „Mein Plan ist, dass ich so fit wie möglich werde, dabei nicht mehr auf die volle Fitness gehe und die Chance auf 10, 20 oder 30 Minuten in den letzten Spielen bekomme“, erklärte der Däne gegenüber der Bild.

Die Taktik für die Rettung: Umschaltfußball als Schlüssel

Die Ausgangslage für die Hamburger ist anspruchsvoll, aber machbar. Aktuell belegt das Team den 15. Tabellenplatz und hat ein Polster von fünf Punkten auf den Stadtrivalen FC St. Pauli. Um dieses Kissen über die Ziellinie zu bringen, wartet ein hartes Restprogramm mit Duellen gegen Eintracht Frankfurt, den SC Freiburg und Bayer Leverkusen.

Trotz der jüngsten Sieglos-Serie zeigt sich der Kapitän kämpferisch und gibt die taktische Marschroute vor: „Wir sind eine Umschaltmannschaft. Wir müssen hinten stabil stehen und sind dann immer gut für ein Tor. Wenn wir das schaffen, werden wir in den letzten drei Spielen punkten.“

Frustrierende Saison mit klarem Blick in die Zukunft

Für den 31-Jährigen persönlich war die aktuelle Spielzeit ein stetiger Kampf gegen den eigenen Körper. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück, lediglich ein einziges Mal stand er in der Startelf. Offen räumt er ein, dass diese Bilanz für ihn „persönlich enttäuschend“ sei. Dennoch ordnet er das eigene Ego dem großen Ganzen unter: Ein erfolgreicher Klassenerhalt würde die Saison für den Mannschaftssportler Poulsen dennoch zu einem guten Jahr machen.

Auch über den Sommer hinaus haben die HSV-Fans Grund zur Hoffnung. Der Angreifer, dessen Vertrag noch bis 2027 Gültigkeit besitzt, hat die Anpassung an die höhere Belastung im Blick und schickt eine klare Kampfansage hinterher: „Es ist meine Überzeugung, dass es nächstes Jahr anders aussehen wird.“ Zunächst gilt jedoch der volle Fokus der Mission Klassenerhalt.

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