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Der VfB Stuttgart steht erneut im Finale des DFB-Pokals und trifft am 23. Mai in Berlin auf den FC Bayern München. Nach einem dramatischen 2:1-Erfolg nach Verlängerung im Halbfinale gegen den SC Freiburg brennen die Schwaben nun auf das Duell mit dem deutschen Rekordmeister.

Düstere Saisonbilanz gegen das Starensemble

In der laufenden Spielzeit kreuzten sich die Wege der beiden Traditionsvereine bereits drei Mal. Die Bilanz fällt aus Sicht der Schwaben dabei äußerst trist aus. Mit 1:2, 0:5 und 2:4 musste sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß der Offensivwucht des Münchner Starensembles beugen. Auch im Supercup zu Saisonbeginn gab es gegen das von Vincent Kompany trainierte Team nichts zu holen. Dennoch überwog nach dem hart erkämpften Halbfinal-Krimi gegen die Breisgauer die Vorfreude auf das anstehende Highlight in der Hauptstadt.

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Voller Fokus auf das Berliner Endspiel

Vor dem großen Showdown zeigt sich der Stuttgarter Cheftrainer unbeeindruckt von der vermeintlichen Übermacht des Gegners. Hoeneß betonte, dass er sich explizit auf die Münchner freue, da ein Finalsieg gegen die aktuell wohl beste Mannschaft Europas schlichtweg das Größte sei. Da durch den Finaleinzug beider Teams die Qualifikation für die Europa League bereits gesichert ist, bläst der VfB nun auch im Endspurt der Bundesliga zum vollen Angriff auf die Champions-League-Plätze.

Ein Triumph im Pokal würde diese ohnehin schon starke Saison endgültig vergolden und den Traum von der Titelverteidigung wahr machen. Mittelfeldstratege Angelo Stiller machte die vereinsinternen Ambitionen deutlich und kündigte voller Selbstvertrauen an, den begehrten Pokal auf jeden Fall wieder mit nach Stuttgart nehmen zu wollen.

Die Hoffnung auf den einen schlechten Tag

In einem K.o.-Spiel herrschen bekanntlich eigene Gesetze. Ohne die Bürde eines Rückspiels kann in 90 oder 120 Minuten alles passieren. Genau in diese Kerbe schlägt auch Angreifer Deniz Undav. Der Offensivmann weiß um die Außenseiterrolle seiner Mannschaft, setzt aber auf das Prinzip Hoffnung. Sein Rezept für den ersehnten Coup ist simpel: Der Rekordmeister muss einen schlechten Tag erwischen, während die eigene Mannschaft über sich hinauswächst. Ob diese Konstellation am 23. Mai im Olympiastadion eintritt, wird sich zeigen.

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