FIFA-Weltrangliste: Frankreich überholt Argentinien und ist neue Nummer eins
Frankreich verdrängt Argentinien von der Spitze der FIFA-Weltrangliste, während Deutschland auf Rang zehn verweilt.
Die deutschen Fußballerinnen haben in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 überraschend Punkte liegengelassen. Das Team von Bundestrainer Christian Wück kam am Samstagabend im österreichischen Ried nicht über ein schwaches 0:0 gegen den bis dato punktlosen Tabellenletzten hinaus.
Nur vier Tage nach dem fulminanten 5:1-Heimsieg in Nürnberg gegen denselben Gegner zeigte der Rekordeuropameister in der Alpenrepublik ein völlig anderes Gesicht. Vor 4.300 Zuschauern entwickelte sich eine zähe Partie, in der klare Torchancen für die deutsche Auswahl absolute Mangelware blieben. Die defensiv eingestellten Gastgeberinnen besaßen zwar über die gesamte Spielzeit keine nennenswerte eigene Möglichkeit, durften sich am Ende aber dennoch feiern lassen: Im neunten Aufeinandertreffen beider Nationen war es der erste österreichische Punktgewinn überhaupt.
Vor dem Anpfiff wurde es in der Rieder Arena still. Beide Teams und das Publikum gedachten dem bei einem Unfall im Alter von 48 Jahren verstorbenen ehemaligen österreichischen Nationaltorwart Alexander Manninger. Der Schock über den plötzlichen Tod des Ex-Augsburgers war den Beteiligten deutlich anzumerken.
Als der Ball rollte, versuchte die DFB-Equipe sofort, die Kontrolle zu übernehmen. Beinahe hätte dieser Plan perfekt funktioniert: Bereits in der vierten Minute bediente Larissa Mühlhaus die pfeilschnelle Jule Brand. Deren Abschluss wurde jedoch von der glänzend parierenden Keeperin Mariella El Sherif entschärft. Es sollte eine der wenigen kreativen Offensivaktionen der deutschen Mannschaft bleiben.
Bundestrainer Christian Wück hatte seine Startelf im Vergleich zum Hinspiel auf vier Positionen verändert. Neben Mühlhaus rotierten Sarai Linder, Camilla Küver und Carlotta Wamser in die Anfangsformation. Dafür nahmen Rebecca Knaak, Franziska Kett und Linda Dallmann zunächst auf der Bank Platz, während Giulia Gwinn verletzungsbedingt bereits abgereist war.
Der stockende Spielfluss der deutschen Mannschaft lag jedoch weniger an den defensiven Umstellungen, sondern vielmehr an einer ideenlosen Offensive und einem äußerst griffigen Kontrahenten. Österreich agierte nach dem Motto „Tief stehen, um nicht hoch zu verlieren“ und kaufte den DFB-Frauen in den Zweikämpfen immer wieder den Schneid ab.
Trotz der dürftigen Vorstellung bleibt die Ausgangslage für die Wück-Elf komfortabel. Deutschland führt die Tabelle mit zehn Zählern weiterhin an. Erster Verfolger ist nun Norwegen, das sein Gastspiel in Slowenien mit 3:2 gewinnen konnte. Am 5. Juni kommt es in Köln zum direkten Duell mit den Skandinavierinnen. Dann kann die deutsche Nationalmannschaft mit einem Heimsieg das direkte WM-Ticket aus eigener Kraft endgültig buchen.
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