Bayern-Stürmer Harry Kane visiert mit England den ersehnten WM-Titel an
Harry Kane greift mit England nach dem WM-Titel und will die 60-jährige Durststrecke der Three Lions endgültig beenden.
Thomas Tuchel hat seine Entscheidung getroffen – und sie fällt zu Ungunsten eines echten Routiniers aus. Der englische Nationaltrainer verzichtet bei der kommenden Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada auf Harry Maguire. Bereits am Vorabend der offiziellen Kadernominierung am Freitag machte der 33-jährige Innenverteidiger sein Aus über die sozialen Medien öffentlich.
Nach einer starken Saison bei Manchester United hatte sich Maguire berechtigte Hoffnungen auf ein Ticket für das Turnier in Nordamerika gemacht. Auf Instagram machte der Abwehrspieler aus seiner Gemütslage keinen Hehl: „Die Entscheidung hat mich schockiert und zutiefst enttäuscht. Nichts habe ich über all die Jahre mehr geliebt, als dieses Trikot anzuziehen.“ Für den 66-fachen Nationalspieler, der bei den letzten drei großen Turnieren eine feste Größe der Three Lions war, bricht damit ein sportlicher Traum zusammen.
Unter United-Trainer Michael Carrick hatte sich der Routinier nach einem zuvor schwierigen Stand unter Rúben Amorim zuletzt wieder in Topform präsentiert. Er trug maßgeblich dazu bei, dass die Red Devils zur stärksten Mannschaft der Premier League avancierten. In 24 Partien gelangen dem kopfballstarken Verteidiger zudem zwei Tore und zwei Vorlagen.
Noch im März hatte Tuchel den 33-Jährigen in seiner Amtszeit erstmals für die Länderspiele gegen Uruguay und Japan nominiert. Damals lobte der ehemalige Bayern-Coach noch Maguires Qualitäten bei Standardsituationen sowie seine allgemeine Ruhe am Ball. Dennoch reicht es am Ende nicht für den finalen 26-Mann-Kader. Der deutsche Cheftrainer setzt stattdessen auf Konkurrenten wie Marc Guéhi, Ezri Konsa, John Stones und Trevoh Chalobah.
Der englische Pool an hochkarätigen Defensivspezialisten ist aktuell immens – elf englische Innenverteidiger weisen derzeit einen Marktwert von mindestens 20 Millionen Euro auf. Für Maguire bedeutet dieser brutale Konkurrenzkampf nun das bittere Ende seiner WM-Hoffnungen.
England reist als einer der absoluten Top-Favoriten zur Weltmeisterschaft und träumt vom ersten großen Titel seit 60 Jahren. Nach einem respektablen vierten Platz 2018 in Russland und dem knappen Viertelfinal-Aus 2022 in Katar gegen Vizeweltmeister Frankreich soll unter Thomas Tuchel nun der ganz große Wurf gelingen. In der Gruppenphase treffen die Engländer zunächst auf Kroatien (17. Juni), ehe die Duelle mit Ghana (23. Juni) und Panama (27. Juni) anstehen. Mission Titelgewinn – allerdings ohne den langjährigen Abwehrchef Harry Maguire.
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