Bayern München stellt nächsten WM-Fahrer: Hiroki Ito für Japan nominiert
Hiroki Ito vom FC Bayern München reist mit der japanischen Nationalmannschaft zur anstehenden Weltmeisterschaft.
Die japanische Nationalmannschaft hat ihren Kader für die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bekannt gegeben. Nationaltrainer Hajime Moriyasu setzt für das Turnier auf geballte Erfahrung aus Deutschland und berief gleich sechs Bundesliga-Profis in sein 26-köpfiges Aufgebot. Überschattet wird die Kaderbekanntgabe jedoch vom verletzungsbedingten Ausfall eines wichtigen Leistungsträgers aus der Premier League.
Die höchste deutsche Spielklasse ist im japanischen Kader traditionell stark vertreten. Für die kommende Endrunde wurden Hiroki Ito (FC Bayern München), Ritsu Doan (Eintracht Frankfurt), Kaishu Sano (1. FSV Mainz 05), Yuito Suzuki (SC Freiburg), Yukinari Sugawara (Werder Bremen) und Kento Shiogai (VfL Wolfsburg) nominiert. Besonders Suzuki steht dabei im Fokus vieler Beobachter. Dem aufstrebenden Offensivmann des SC Freiburg wird zugetraut, die große WM-Bühne zu nutzen, um sich international noch stärker ins Rampenlicht zu spielen.
Das finanzielle und spielerische Aushängeschild der Japaner ist Takefusa Kubo. Der trickreiche Akteur von Real Sociedad sticht mit einem Marktwert von 30 Millionen Euro als wertvollster Spieler des Teams heraus. Die wichtige Rolle des Anführers auf dem Platz übernimmt hingegen ein alter Bekannter aus der Bundesliga: Der ehemalige Stuttgarter Wataru Endo streift sich die Kapitänsbinde über und soll das Mittelfeld mit seiner enormen Zweikampfstärke stabilisieren.
Einen herben Dämpfer mussten die japanischen Fans allerdings bei der Personalie Kaoru Mitoma hinnehmen. Der Flügelspieler von Brighton & Hove Albion fehlt im Aufgebot, nachdem er sich kürzlich schwerer verletzte. „Ich wurde von unserer medizinischen Abteilung darüber informiert, dass eine Rückkehr von ihm während des Turniers unwahrscheinlich sei, daher entschloss ich mich, ihn nicht zu nominieren“, erklärte Trainer Moriyasu auf der Pressekonferenz in Tokio. Der Verzicht auf den pfeilschnellen Angreifer raubt den Japanern eine ihrer gefährlichsten Offensivwaffen.
Die Reise bei der Endrunde beginnt für Japan mit einer anspruchsvollen Gruppenphase. In der Gruppe F treffen die Asiaten zunächst auf die Niederlande (14. Juni). Anschließend warten die Duelle gegen Tunesien (21. Juni) und Schweden (25. Juni). Die Mannschaft wird all ihre taktische Disziplin und die Qualität ihrer Europa-Legionäre aufbieten müssen, um den Einzug in die K.o.-Phase erfolgreich zu gestalten.
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