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Soufiane El-Faouzi vom FC Schalke 04 und Ayoube Amaimouni-Echghouyab von Eintracht Frankfurt haben die Chance ihres Lebens: Die beiden Durchstarter wurden von Nationaltrainer Mohamed Ouahbi für das anstehende Kurztrainingslager der marokkanischen Nationalmannschaft nominiert und dürfen auf einen Platz im finalen WM-Kader hoffen.

Kometenhafter Aufstieg in den Profiligen

Hinter beiden Akteuren liegt eine Saison, die einem Fußballmärchen gleicht. Soufiane El-Faouzi wechselte im vergangenen Sommer für bescheidene 200.000 Euro vom Drittligisten Alemannia Aachen zu den Königsblauen. Dort avancierte der 23-jährige Mittelfeldmotor prompt zur unverzichtbaren Stammkraft. Mit enormer Laufstärke und kompromissloser Einsatzbereitschaft ließ er seinen Marktwert auf beachtliche vier Millionen Euro in die Höhe schnellen.

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Einen ganz ähnlichen Weg schlug Ayoube Amaimouni-Echghouyab ein. Der pfeilschnelle Rechtsaußen kam im Januar ebenfalls aus der 3. Liga von der U23 der TSG Hoffenheim an den Main. Für die SGE absolvierte der 21-Jährige in einer durchwachsenen Saison 17 Bundesliga-Partien und war an fünf Treffern direkt beteiligt. Die Belohnung für seine starken Auftritte im Trikot der Hessen: Eine Marktwertsteigerung von zwei auf sieben Millionen Euro.

Fünf Tage für den großen WM-Traum

Die marokkanische Auswahl bereitet sich aktuell im renommierten Mohammed VI Football Complex in Salé auf die nahende Weltmeisterschaft vor. Zwischen dem 22. und 26. Mai haben die beiden Bundesliga-Legionäre nun die Gelegenheit, Chefcoach Mohamed Ouahbi von ihren Qualitäten zu überzeugen. Den Abschluss des Trainingscamps bildet ein entscheidendes Testspiel gegen Burundi am 26. Mai.

Verzichten muss Marokko in dieser wichtigen Phase auf einige etablierte Stars. So fehlt unter anderem Achraf Hakimi, der sich mit Paris Saint-Germain auf das Champions-League-Finale gegen den FC Arsenal am 30. Mai vorbereitet. Für El-Faouzi und Amaimouni-Echghouyab bedeutet dies möglicherweise mehr Spielzeit, um sich für den finalen Kader zu empfehlen, der bis zum 1. Juni bei der FIFA gemeldet werden muss.

Hohe Erwartungen an die „Löwen vom Atlas“

Das nordafrikanische Team reist mit enormem Selbstbewusstsein zum Turnier. Als WM-Halbfinalist von 2022 und amtierender Afrika-Cup-Sieger – nachdem Senegal der Titel nachträglich aberkannt wurde – ruhen große Hoffnungen auf der Mannschaft. In der herausfordernden Gruppe C trifft der aktuelle Achte der Weltrangliste auf absolute Top-Gegner: Den Auftakt macht das Duell gegen Brasilien (13. Juni), gefolgt von den Partien gegen Schottland (19. Juni) und Haiti (24. Juni).

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