DFB-Comeback zur WM 2026: Robin Gosens kämpft um seine Rückkehr
Robin Gosens träumt von einer Rückkehr ins DFB-Team und will sich für die Weltmeisterschaft 2026 empfehlen.
Die deutsche Nationalmannschaft erlebt eine erstaunlich unaufgeregte Vorbereitungsphase auf die kommende Weltmeisterschaft. Rund sechs Wochen vor der offiziellen Kaderbekanntgabe durch Bundestrainer Julian Nagelsmann gibt es nach dem jüngsten 2:1-Testspielsieg gegen Ghana kaum offene Baustellen. Der Hauptgrund für die neue Gelassenheit: Eine schonungslose und frühzeitige Kommunikation der Spielerrollen erstickt potenzielle Störfeuer bereits im Keim.
Ein Hauch von Rio weht durch die DFB-Auswahl. Wie schon im Vorfeld des historischen Triumphs in Brasilien absolvierte die Mannschaft ihr erstes Heimspiel des Jahres in Stuttgart, der letzte Härtetest vor dem Turnier wird in Mainz stattfinden. Damals sicherte Mario Götze einen knappen 1:0-Erfolg gegen Chile in der Schwabenmetropole – und avancierte Monate später im Finale gegen Argentinien zum absoluten WM-Helden, nachdem ihm Joachim Löw eindringliche Worte mit auf den Weg gegeben hatte.
Aktuell schlüpft Deniz Undav in die Rolle des prominenten Jokers. Der formstarke Angreifer des VfB Stuttgart erzielte gegen die Westafrikaner zwar den umjubelten Siegtreffer, doch an seinem Status ändert das nichts. Nagelsmann machte am Sportschau-Mikrofon unmissverständlich deutlich, dass der Offensivmann fest als Einwechselspieler eingeplant ist.
Ähnliche Klarheit herrscht im restlichen Aufgebot. Aus den bisherigen Testspielen und den berühmten Rollengesprächen des Trainerstabs lässt sich die taktische Ausrichtung leicht ablesen: Joshua Kimmich rückt als Rechtsverteidiger in die Viererkette, Leon Goretzka agiert als vorgezogener Sechser und Alexander Nübel reist als etatmäßige Nummer zwei hinter dem Stammkeeper zum Turnier. Keiner im Kader sticht so heraus, dass seine Position neu überdacht werden müsste, und niemand fällt leistungstechnisch stark ab.
Es ist fast schon beängstigend ruhig um die DFB-Elf. Selbst die leichten Pfiffe gegen Leroy Sané, die nach einem schwachen Auftritt in der Schweiz auch beim Heimspiel in Stuttgart kurz aufkamen, verstummten schnell wieder. Der Flügelspieler gab die perfekte sportliche Antwort und bereitete den entscheidenden Treffer von Undav stark vor.
Zwar diskutieren Experten wie Bastian Schweinsteiger noch über taktische Nuancen auf höchstem Niveau – etwa ob Antonio Rüdiger oder Nico Schlotterbeck in der Innenverteidigung starten, ob der junge Lennart Karl eine Alternative zu Sané darstellt oder ob Felix Nmecha anstelle von Goretzka neben Aleksandar Pavlović auf der Doppelsechs auflaufen sollte. Echte Debatten, die das Mannschaftsklima belasten könnten, bleiben jedoch aus. Deutschland steuert so fokussiert und in sich ruhend wie selten zuvor auf ein großes Turnier zu.
Robin Gosens träumt von einer Rückkehr ins DFB-Team und will sich für die Weltmeisterschaft 2026 empfehlen.
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