Die Hoffnungen der Box-Fans auf den langersehnten Battle of Britain erhalten einen herben Dämpfer. Promoter Eddie Hearn hat Berichte über eine angebliche Einigung für einen Kampf zwischen den Schwergewichts-Stars Tyson Fury und Anthony Joshua offiziell und deutlich dementiert. Während Fury sein Comeback für April plant, steht hinter der sportlichen Zukunft von Joshua nach einem tragischen Zwischenfall ein großes Fragezeichen.

Gerüchte um Mega-Deal für Fury gegen Joshua

Zuvor hatte ein Bericht des britischen Senders Talksport in der Kampfsportwelt für erhebliches Aufsehen gesorgt. Der Journalist Gareth A Davies behauptete, das Giganten-Duell zwischen dem Gypsy King und seinem langjährigen Rivalen sei hinter den Kulissen bereits beschlossene Sache. Demnach hätten sich die involvierten Geldgeber auf eine Übertragung des Spektakels beim Streamingdienst Netflix geeinigt. Beide Athleten, so hieß es in dem Bericht, seien bereit für das Duell und arbeiteten darauf hin.

Hearn spricht Klartext: Kein Vertrag für Anthony Joshua

Eddie Hearn, der langjährige Promoter von Anthony Joshua, wies diese Spekulationen nun scharf zurück. In einem Interview mit dem Format The Stomping Ground bezeichnete der Brite die Meldungen als völlig falsch. Es gebe absolut keinen Vertrag für einen nächsten Kampf gegen Tyson Fury und es sei rein gar nichts vereinbart worden. Der Kampf liege derzeit überhaupt nicht auf dem Verhandlungstisch.

Als Hauptgrund nannte Hearn die veränderte Lebenssituation seines Schützlings. Zwar habe es im Vorfeld echte Gespräche und konkrete Pläne für ein Comeback-Jahr gegeben – darunter ein Duell gegen Jake Paul und ein anschließendes Aufeinandertreffen mit Fury –, doch diese Roadmap ist mittlerweile hinfällig. Kurz vor dem Jahreswechsel war der 36-Jährige in einen verheerenden Verkehrsunfall in der nigerianischen Metropole Lagos verwickelt, bei dem zwei seiner Freunde und Betreuer ums Leben kamen.

Infolgedessen hat Joshua eine strikte Trainingspause eingelegt und kehrt erst jetzt langsam in den Trainingsalltag zurück. Er fokussiert sich laut seinem Management derzeit ausschließlich auf seinen körperlichen Aufbau. Laut Hearn gibt es momentan sogar keine Garantie, dass der Schwergewichtler überhaupt jemals wieder in das Seilgeviert steigen wird.

Tyson Fury plant Comeback und Titel-Kämpfe

Gänzlich anders stellt sich die sportliche Situation bei Tyson Fury dar. Der ungeschlagene Brite beendet seine anderthalbjährige Ring-Pause und kehrt am 11. April im Londoner Tottenham Stadium gegen den Russen Mahkmudov zurück. Ein Sieg in diesem Kampf würde Fury den Weg für weitere Großereignisse ebnen. Im Sommer könnte ein britischer Superkampf um die WBO-Weltmeisterschaft gegen Fabio Wardley anstehen, der seinerseits im Mai gegen Daniel Dubois antritt. Langfristig träumt Fury zudem bereits von einem dritten Duell gegen den amtierenden Dominator Oleksandr Usyk.

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