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Alexander Zverev hat im Finale des ATP-Masters in Madrid eine herbe Niederlage erlitten. Der deutsche Tennis-Star unterlag dem dominierenden Jannik Sinner am Sonntag deutlich mit 1:6 und 2:6. Trotz eines historischen Meilensteins beider Spieler zeigte sich der Hamburger nach dem Match überaus selbstkritisch und ordnete die aktuelle Kräfteverteilung auf der Tour schonungslos ein.

Historische Konstanz mit bitterem Beigeschmack

In der spanischen Hauptstadt sorgten die beiden Top-Athleten für ein echtes Novum. Erstmals erreichten zwei Spieler bei fünf Masters-Turnieren in Serie mindestens das Halbfinale. Ein Kunststück, das die herausragende Konstanz des Duos unterstreicht. Doch für die aktuelle Nummer eins des Deutschen Tennis Bundes (DTB) endet diese Serie stets mit einer Enttäuschung. Ob in Paris im Vorjahr oder in der laufenden Saison in Indian Wells, Miami und Monte Carlo – immer war gegen den formstarken Italiener Endstation.

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Im Endspiel von Madrid 2026 folgte nun die nächste Lehrstunde. Seit dem Jahr 2024 wartet der 29-Jährige in mittlerweile neun Duellen auf einen Sieg gegen seinen Dauerrivalen. Besonders schmerzhaft: In den letzten sechs Aufeinandertreffen konnte der Olympiasieger von Tokio nicht einmal mehr einen Satz für sich entscheiden. Insgesamt führt Zverev in der direkten Bilanz aus 14 Matches nur noch dank vier Siegen aus den ersten fünf Begegnungen der beiden Kontrahenten.

Zverev zieht klares Fazit zur aktuellen Tennis-Elite

Nach der krachenden Pleite auf dem Sandplatz fand Zverev klare Worte. Es gibt im Moment eine große Lücke zwischen Sinner und allen anderen. Es ist ganz einfach, analysierte der Hamburger die Kräfteverhältnisse. Er wehrte sich jedoch gegen den Eindruck einer exklusiven persönlichen Krise gegen Sinner, da er lediglich deshalb so oft gegen ihn verliere, weil er es bei den Turnieren eben regelmäßig bis zu ihm schaffe. Gleichzeitig sieht der Deutsche eine zweite Lücke zwischen Spielern wie Carlos Alcaraz, ihm selbst, Novak Djokovic und dem restlichen Teilnehmerfeld.

Für die einseitige Final-Niederlage in Madrid suchte er jedoch keine Ausreden bei der Stärke seines Gegners. Ich glaube, heute hätte ich gegen jeden verloren. Ich habe ein furchtbares Match gezeigt, gab sich der Finalist schonungslos ehrlich. Mit Blick auf die anstehenden French Open bewies Zverev abschließend eine gehörige Portion Galgenhumor. Auf die Frage, wie die Dominanz von Jannik Sinner in Paris zu brechen sei, entgegnete er trocken: Vielleicht tritt er ja nicht an.

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