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Borussia Dortmund hat im festgefahrenen Vertragspoker mit Karim Adeyemi den Druck drastisch erhöht. Der Bundesligist fordert in den kommenden Wochen eine Entscheidung über die Verlängerung des bis 2027 laufenden Arbeitspapiers. Bleibt eine Einigung aus, soll der 24-jährige Offensivspieler bereits im kommenden Sommer verkauft werden.

Fronten zwischen BVB und Mendes-Agentur verhärtet

Eine vorzeitige Ausdehnung der Zusammenarbeit liegt aktuell scheinbar in weiter Ferne. Der neue BVB-Sportdirektor Ole Book suchte zwar bereits kurz nach seinem Amtsantritt den Dialog, doch die Verhandlungen mit der Berateragentur von Jorge Mendes stocken gewaltig. Die Vorstellungen beider Parteien klaffen besonders bei der Gehaltsfrage und der Höhe einer potenziellen Ausstiegsklausel weit auseinander. Anders als bei Abwehrchef Nico Schlotterbeck würde eine solche Klausel beim pfeilschnellen Angreifer im Falle einer Einigung wohl erst ab 2027 greifen.

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Sportliche Talfahrt und drohender Wertverlust

Für die Schwarz-Gelben birgt die Hängepartie ein erhebliches finanzielles Risiko. Ohne neue Unterschrift droht im Sommer nur eine vergleichsweise geringe Ablösesumme für den Offensivmann, die spürbar unter seinem geschätzten Marktwert von 50 Millionen Euro liegen dürfte. Die Vereinsführung will einen späteren ablösefreien Abgang unter allen Umständen verhindern.

Auch sportlich konnte der Ex-Salzburger, für den die Borussia im Jahr 2022 stolze 30 Millionen Euro auf den Tisch legte, zuletzt keine zwingenden Argumente liefern. Unter Trainer Niko Kovac findet sich der Flügelspieler zumeist in der ungeliebten Rolle des Rotations- und Einwechselspielers wieder. Muskuläre Beschwerden und eine Gelbsperre warfen ihn zuletzt zusätzlich aus der Bahn. Seine Gesamtbilanz von 36 Treffern und 24 Vorlagen in 144 Pflichtspielen gerät angesichts der angespannten vertraglichen Situation beim BVB derzeit in den Hintergrund.

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