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Eintracht Frankfurt hat im Kampf um die europäischen Plätze wichtige Zähler liegen gelassen. Die Hessen kamen beim FC Augsburg nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Während sich die Gastgeber damit vorzeitig den Klassenerhalt in der Bundesliga sicherten, muss die Eintracht nun um ihre Ausgangsposition im Saisonendspurt bangen.

Zähe erste Hälfte und Augsburger Führung

Sportvorstand Markus Krösche verzog auf der Tribüne keine Miene, und auch Trainer Albert Riera zeigte sich nach dem Schlusspfiff sichtlich unzufrieden. Im wichtigen Bundesliga-Schlussspurt tritt Frankfurt auf der Stelle. Zwar veränderte der spanische Coach seine Startelf nach der jüngsten Niederlage auf drei Positionen und brachte unter anderem die Youngster Love Arrhov und Can Uzun, doch die geforderte spielerische Dominanz ließ lange auf sich warten.

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Die zweikampfstarken Fuggerstädter suchten immer wieder mutig den Weg nach vorne. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann nach einem Konter über die linke Seite konkret: Michael Gregoritsch traf zunächst den Pfosten, doch Anton Kade (44.) stand beim Abpraller in der Mitte goldrichtig und staubte zur 1:0-Führung für den FCA ab.

Joker sticht: Frankfurt zeigt Moral

Im zweiten Durchgang erhöhten die Gäste den Druck spürbar. „Nach dem Rückstand haben wir eine gute Reaktion gezeigt und eine deutlich bessere zweite Hälfte gespielt“, analysierte Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung die Leistungssteigerung seiner Mannschaft. Obwohl Uzun kurz nach Wiederanpfiff bei einer vielversprechenden Gelegenheit unglücklich wegrutschte, belohnten sich die Frankfurter schließlich.

Nachdem die Hausherren durch einen weiteren Pfosten-Kopfball von Gregoritsch beinahe erhöht hätten, schlug die Eintracht zu. Der eingewechselte Ritsu Doan (66.) schloss einen schnellen Gegenangriff präzise ab – vom Innenpfosten sprang der Ball zum verdienten 1:1-Ausgleich ins Netz. In einer hitzigen Schlussphase mussten beide Torhüter ihr ganzes Können aufbieten, um zumindest diesen einen Punkt festzuhalten.

Freiburg droht im Kampf um Europa

Trotz des Ausgleichs war die Enttäuschung im Lager der Hessen greifbar. „Das ist für uns nicht genug“, ärgerte sich Offensivmann Ansgar Knauff nach der Partie am Sky-Mikrofon. „Wir haben uns mehr vorgenommen.“ Der Grund für den Frust liegt auf der Hand: Das internationale Geschäft ist das erklärte Ziel, dem am Main alles untergeordnet wird.

Durch das Remis in Bayern könnte der SC Freiburg im engen Gerangel um den siebten Tabellenplatz nun einen entscheidenden Vorteil erlangen. Mit einem Sieg im anstehenden Duell bei Borussia Dortmund hätten die Breisgauer die Chance, auf drei Punkte davonzuziehen und die Frankfurter Europapokal-Träume ernsthaft in Gefahr zu bringen. Für den FC Augsburg hingegen gab es allen Grund zum Feiern: Die Schwaben sind nun seit vier Spielen ungeschlagen und haben den Ligaverbleib endgültig in der Tasche.

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