FIFA-Kongress: Infantino scheitert mit Handschlag zwischen Israel und Palästina
Beim FIFA-Kongress in Vancouver eskalierte der Nahostkonflikt auf der Bühne, als ein Handschlag demonstrativ scheiterte.
Am Donnerstag wurde in der spanischen Hauptstadt Madrid mit der Asociación International de Futbolistas (AIF) eine neue internationale Spielergewerkschaft offiziell gegründet. Unter der Führung des Spaniers David Aganzo verschärft die neue Organisation den ohnehin schon schwelenden Machtkampf zwischen dem Fußball-Weltverband FIFA und der etablierten Spielergewerkschaft FIFPRO massiv.
Der ehemalige FIFPRO-Präsident David Aganzo rief das neue Bündnis ins Leben, nachdem die spanische Gewerkschaft AFE unter seiner Leitung das bisherige Monopolbündnis bereits im Februar verlassen hatte. Als Hauptgrund nannte der Funktionär damals eine mangelnde Transparenz. Bei der feierlichen Gründungsveranstaltung in Madrid betonte Aganzo nun die absolute Notwendigkeit, die Rechte der Profis weltweit besser und direkter zu schützen. Obwohl er erklärte, keine Konfrontation zu suchen, werten Insider den Schritt als offenen Angriff auf seinen früheren Arbeitgeber.
Die Reaktion der bisherigen Weltvertretung fiel dementsprechend scharf aus. Die FIFPRO spricht dem Neuling die grundlegende Legitimität ab, Profifußballer auf globaler Ebene zu vertreten, und wirft Aganzo reine Selbstdarstellung vor. Die FIFPRO, die weltweit über 60.000 Spielerinnen und Spieler vertritt, ist offiziell von der Europäischen Union anerkannt. Besonders brisant: Hinter vorgehaltener Hand vermutet das etablierte Bündnis eine gezielte Unterstützung der AIF durch die FIFA, um die bisherige Gewerkschaft zu schwächen. Der Weltverband wies diese Spekulationen auf Nachfrage zwar zurück und gab an, lediglich wie andere auch informiert worden zu sein. Gleichzeitig betonte die FIFA jedoch ihre generelle Offenheit für einen konstruktiven Dialog mit neuen Repräsentanten.
Der Hintergrund dieses eskalierenden Funktionärsstreits ist der tiefgreifende Konflikt um den völlig überladenen Spielkalender. Bereits im Jahr 2024 hatten die FIFPRO und der europäische Ligenverband eine formelle Beschwerde bei der EU-Kommission gegen die FIFA eingereicht. Stein des Anstoßes war die neu eingeführte, stark vergrößerte Klub-WM. Während die Spielervertreter vor allem die extreme physische Überbelastung der Athleten anprangern, fürchten die nationalen Ligen erhebliche finanzielle Einbußen auf dem Markt der TV-Rechte. Die Gründung der AIF fügt diesem angespannten sportpolitischen Klima nun eine weitere explosive Komponente hinzu.
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