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Der VfL Wolfsburg kämpft in der Relegation gegen den Zweitliga-Dritten SC Paderborn um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga. Im heutigen Hinspiel vor heimischer Kulisse geht es für die Niedersachsen darum, den Grundstein für die Rettung zu legen. Die Hoffnungen des Autoclubs ruhen dabei auf der stoischen Ruhe von Trainer Dieter Hecking und der immensen internationalen Erfahrung von Routinier Christian Eriksen.

Dieter Hecking trifft auf seine ostwestfälische Vergangenheit

Für den 61-jährigen Übungsleiter ist das Duell mit Paderborn kein gewöhnliches Spiel. Hecking feierte nicht nur vor 42 Jahren seinen ersten Bundesliga-Einsatz als Profi, sondern verbrachte auch Teile seiner Jugend beim 1. FC Paderborn. Mitte der Neunzigerjahre schnürte er zudem die Schuhe für den TuS Paderborn-Neuhaus, einen Vorgängerclub des heutigen Gegners. Von Nostalgie will der Trainer vor dem wegweisenden Duell jedoch nichts wissen. Der Fokus liege einzig und allein auf der eigenen Leistung, um die seit März hart erarbeitete Stabilität aufrechtzuerhalten.

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Christian Eriksen ordnet Klassenerhalt wie einen Titel ein

Ein absoluter Schlüsselfaktor für den leichten Aufschwung der Wölfe ist Christian Eriksen. Der dänische Nationalspieler schwärmte zuletzt von Heckings Charisma und der Aura, die sich positiv auf die Mannschaftsdynamik auswirke. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Maximilian Arnold ist der Mittelfeldregisseur auf dem Platz noch wichtiger geworden.

Mit der geballten Erfahrung aus 149 Länderspielen, 310 Partien in der Premier League und 53 Einsätzen in der Champions League verleiht er dem Team den nötigen Halt. Obwohl der Däne in seiner Karriere bereits Meisterschaften mit Inter Mailand und Ajax Amsterdam sowie den FA Cup mit Manchester United gewann, misst er der aktuellen Situation eine enorme Bedeutung bei. Der Klassenerhalt würde sich für ihn anfühlen wie ein Titelgewinn, betonte der Routinier vor der Partie.

VfL-Historie macht Mut, aber wichtige Stützen fehlen

Die Relegation ist für die Wolfsburger kein Neuland. Bereits 2017 gegen Eintracht Braunschweig und 2018 gegen Holstein Kiel rettete sich der Verein in extremis vor dem Gang in die Zweitklassigkeit. Um dieses Kunststück ein drittes Mal zu wiederholen, muss die Mannschaft im Hinspiel allerdings nicht nur auf Arnold verzichten. Auch Souza und Wimmer werden den Niedersachsen schmerzlich fehlen. Das entscheidende Rückspiel findet am kommenden Pfingstmontag in Ostwestfalen statt.

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