DFB nominiert Manuel Neuer für die vorläufige WM-Kaderliste der FIFA
Der DFB hat Manuel Neuer überraschend auf die vorläufige Kaderliste für die anstehende Weltmeisterschaft gesetzt.
Manuel Neuer plant übereinstimmenden Medienberichten zufolge eine spektakuläre Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft zur WM 2026. Während die Entscheidung des Bayern-Keepers, der nach der Heim-EM 2024 eigentlich zurückgetreten war, für hitzige Diskussionen sorgt, stellt sich Matthias Sammer bedingungslos hinter den Torhüter.
Eigentlich schien das Kapitel Nationalmannschaft für Manuel Neuer nach der Europameisterschaft im eigenen Land endgültig geschlossen zu sein. Doch die jüngsten Berichte über eine Kehrtwende des langjährigen Münchners schlagen hohe Wellen. Für Matthias Sammer ist die anhaltende Kritik an den Comeback-Plänen des Weltmeisters von 2014 allerdings völlig unverständlich.
In einem Talk-Format fand der 58-jährige Ex-Nationalspieler nun deutliche Worte. Das oberste Ziel des DFB müsse es immer sein, den besten Torhüter zwischen den Pfosten zu haben. Auch wenn es in der deutschen Verbandsgeschichte Legenden wie Sepp Maier gab, legte sich der TV-Experte fest: Der Schlussmann des FC Bayern München sei schlichtweg der beste deutsche Torhüter der Gegenwart. Dass eine derart außergewöhnliche Entscheidung zunächst Staub aufwirbelt, sei im professionellen Fußball völlig normal – am Ende zähle jedoch ausschließlich die Qualität auf dem Platz.
Das Nachsehen bei einer Rückkehr des einstigen DFB-Kapitäns hätte vor allem Oliver Baumann. Der Keeper der TSG Hoffenheim wähnte sich nach Neuers ursprünglichem Rücktritt bereits als sichere Nummer eins für das kommende Weltmeisterschafts-Turnier. Wer nun aber Mitgefühl für Baumann erwartet, ist bei Sammer an der falschen Adresse.
Der gebürtige Dresdner betonte unmissverständlich, dass ihm der Hoffenheimer überhaupt nicht leidtue. Zwar räumte Sammer ein, dass diese Entwicklung für Baumann im ersten Moment ungerecht wirken mag, verwies jedoch auf die unerbittlichen Gesetze des Spitzensports. Leistungssport sei schließlich keine Kaffeefahrt, sondern erfordere mitunter brutale Entscheidungen zum Wohle des maximalen sportlichen Erfolgs. Den Skeptikern gab Sammer abschließend eine klare Ansage mit auf den Weg: Wer wegen solcher Entscheidungen weine, solle besser zu Hause bleiben.
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