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Die Schweizer Nationalmannschaft reist mit geballter Deutschland-Erfahrung zur anstehenden Weltmeisterschaft in Nordamerika. Nati-Trainer Murat Yakin hat seinen 26-köpfigen Kader nach einer zweitägigen Präsentation offiziell finalisiert. Neun Akteure aus den höchsten deutschen Spielklassen stehen im Aufgebot, um die Eidgenossen durch das Turnier zu führen. Ein prominenter Hoffnungsträger der heimischen Fans muss die Reise jedoch unerwartet von der Couch aus verfolgen.

Überraschung im offensiven Mittelfeld: Fassnacht statt Sanches

Die größte Personalentscheidung traf der Auswahltrainer auf der Zehner-Position. Young-Boys-Shootingstar Alvyn Sanches wurde nicht nominiert. Der 23-Jährige, der sich erst kürzlich von einem Kreuzbandriss zurückgekämpft und beachtliche 16 Scorerpunkte gesammelt hatte, ahnte sein Aus bereits im Vorfeld. Stattdessen setzt Yakin auf Routine: Christian Fassnacht rückt in den Kader. Der 32-Jährige stand zuletzt im September 2021 in der Startelf der Nati, empfahl sich aber als Topscorer der Schweizer Liga mit 18 Treffern und insgesamt 25 Torbeteiligungen nachhaltig. Fassnacht ist damit einer von insgesamt sieben Spielern im Kader, die die 30-Jahre-Marke bereits geknackt haben.

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Bundesliga-Block um BVB-Star Kobel und Freiburgs Manzambi

Das Fundament der Schweizer Auswahl bildet ein starker Block aus Deutschland. Angeführt wird dieses Aufgebot von Gregor Kobel. Der Schlussmann von Borussia Dortmund ist mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro der wertvollste Spieler im Kader. Dicht dahinter folgt der jüngste nominierte Akteur: Johan Manzambi. Der 20-jährige Freiburger spielte eine überragende Saison, steigerte seinen Marktwert auf 35 Millionen Euro und ist nun neben dem Nottingham-Profi Dan Ndoye der wertvollste Feldspieler der Schweizer.

Neben Kobel und Manzambi sicherte sich auch der Augsburger Fabian Rieder ein Ticket für das offensive Mittelfeld. Komplettiert wird die Bundesliga-Fraktion durch Nico Elvedi (Gladbach), Luca Jaquez (Stuttgart), Aurèle Amenda (Frankfurt), Miro Muheim (HSV) und Silvan Widmer (Mainz). Aus der 2. Bundesliga stößt zudem der Düsseldorfer Angreifer Cedric Itten zum Team.

Der WM-Spielplan: Auftakt gegen Katar

Die Mission Weltmeisterschaft beginnt für die Schweiz am 13. Juni. In San Jose trifft das Team im ersten Gruppenspiel um 21 Uhr europäischer Zeit auf Katar. Fünf Tage später wartet in East Rutherford nahe New York City das Duell gegen Bosnien-Herzegowina. Zum Abschluss der Gruppe B kommt es am 24. Juni in Vancouver zum brisanten Aufeinandertreffen mit dem Co-Gastgeber Kanada.

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