EHF-Reform stiftet Chaos – HBL bangt um Champions-League-Plätze
Die neue EHF-Reform stiftet in der Handball-Bundesliga großes Chaos. Zwei Spieltage vor Schluss ist die Vergabe der Champions-League-Tickets völlig unklar.
Die Zukunft von Uwe Gensheimer bei den Rhein-Neckar Löwen ist geklärt. Entgegen jüngster Trennungsgerüchte verlässt der ehemalige Weltklasse-Linksaußen den Handball-Bundesligisten nicht, sondern gibt seine Rolle als Sportlicher Leiter ab und widmet sich künftig neuen strategischen Aufgaben im Hintergrund.
In den vergangenen Wochen rissen die Spekulationen um einen möglichen Abgang der Vereinsikone nicht ab. Nun herrscht Klarheit: Uwe Gensheimer bleibt ein essenzieller Bestandteil der Rhein-Neckar Löwen, rückt jedoch im Zuge einer strategischen Neuausrichtung aus dem sportlichen Tagesgeschäft zurück. Die zentralen Aufgaben des langjährigen Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft umfassen künftig den Aufbau eines globalen Scouting-Netzwerks sowie die Vorantreibung der Internationalisierung des zweimaligen deutschen Meisters.
Der klare Schnitt bedeutet auch eine deutliche Umverteilung der Kompetenzen. Die Kaderplanung, die bisher in Gensheimers Händen lag, wird vorerst kommissarisch von Cheftrainer Maik Machulla übernommen. Der Coach erhält damit maßgeblich mehr Einfluss auf die sportliche und personelle Ausrichtung der Profi-Mannschaft.
Hintergrund dieser massiven Umstrukturierung sind nicht nur die aktuellen sportlichen Probleme – die Löwen hinken den eigenen Ansprüchen als Tabellensiebter der Bundesliga derzeit spürbar hinterher –, sondern offenbar auch interne Spannungen. Zuletzt wurde über ein belastetes Verhältnis zwischen dem Ex-Profi und dem Trainer berichtet, was die Gerüchte um einen kompletten Abschied befeuert hatte.
Die Vereinsführung zeigte sich pragmatisch bezüglich der Umwälzungen. Geschäftsführer Holger Bachert erklärte in einer offiziellen Stellungnahme, dass man sich nach gemeinsamen Gesprächen für eine Neuaufstellung entschieden habe: „Nicht jede Konstellation funktioniert so, wie man es sich vorstellt – das ist auch nichts Ungewöhnliches. Was zählt, ist, wie man damit umgeht.“
Auch Uwe Gensheimer selbst ließ durchblicken, dass die vergangenen Wochen intensiv waren, und zeigte sich mit der neuen Konstellation äußerst zufrieden. Der Ex-Pariser betonte nach den offenen Gesprächen seine Erleichterung: „Ich bin froh, dass wir offen miteinander geredet haben und zu dem Ergebnis gekommen sind, dass es für mich in einer anderen Funktion bei den Löwen weitergeht. Die Löwen sind ein Teil von mir. Das stand nie in Frage.“ Damit ist klar: Die Löwen behalten ihr prominentes Gesicht, strukturieren sich für die Zukunft aber sportlich neu.
Die neue EHF-Reform stiftet in der Handball-Bundesliga großes Chaos. Zwei Spieltage vor Schluss ist die Vergabe der Champions-League-Tickets völlig unklar.
Der SC Magdeburg rüstet weiter auf und verpflichtet den französischen Nationalspieler Thibaud Briet für den linken Rückraum.
Der SC Magdeburg gewinnt nach dem Meistertitel auch bei den Löwen, während Flensburg im CL-Rennen unerwartet patzt.